EUDR-QUICK-CHECK
Prüfen Sie Ihre Compliance (Kästchen anklickbar):
FUTTERMITTEL
5/5: EUDR-Ready
3-4: Kritisch (Handeln!)
0-2: Risiko Lieferstopp
LEBENSMITTEL
5/5: EUDR-Ready
3-4: Kritisch (Handeln!)
0-2: Nicht verkehrsfähig
LOGISTIKER
5/5: EUDR-Ready
3-4: Kritisch (Handeln!)
0-2: Haftungsrisiko
Die Zertifizierungsfalle: Warum FSSC 22000, IFS, ISO 22000 oder GMP+ FC Scheme 2020 nicht mehr reichen

Stellen Sie sich vor, es ist der 2. Januar 2027. Ihre LKWs stehen vollbeladen auf dem Hof, aber die Ware darf das Werk nicht verlassen. Kein Versand, Umsatz, Plan B. Warum? Weil für die Rohstoff-Charge in Ihrem Silo keine gültige Referenznummer im EU-Informationssystem vorliegt.
Was wie ein Bürokratie-Albtraum klingt, ist die harte Realität der EUDR (European Deforestation Regulation). Am 30. Dezember 2026 wird das Gesetz für alle Marktteilnehmer scharf geschaltet. Ab diesem Moment ist die lückenlose Dokumentation keine Option mehr – sie ist die Voraussetzung für Ihre Existenzberechtigung am Markt.
Standards ohne Sicherheiten
Viele Unternehmen wiegen sich in falscher Sicherheit:
- Futtermittelhersteller verweisen auf GMP+ FC Scheme 2020, QS oder pastus+.
- Lebensmittelhersteller verlassen sich auf IFS, FSSC 22000, ISO 22000 oder BRC.
- Logistiker glauben, durch ihre Transport-Zertifizierungen abgesichert zu sein.
Doch hier liegt der fatale Irrtum: Die EUDR ist kein freiwilliger Standard, den man bei einem Audit „nachbessert“. Sie ist ein Gesetz mit drakonischen Strafen. Während Ihre Zertifizierungen die Hygiene und Prozesse sichern, verlangt die EUDR etwas völlig Neues: Die lückenlose Geolokalisierung jeder Rohstoffcharge bis zum Ursprung – Flurstück für Flurstück.
Zertifikate sind 2026 nur noch das Ticket zum Spiel – die EUDR-Sorgfaltserklärung ist die Erlaubnis, das Spielfeld überhaupt zu betreten.
Ab Dezember 2026 wird’s ernst: Die Beweislastumkehr
Wer glaubt, bis Jahresende Zeit zu haben, unterschätzt die massive Komplexität der Datenmigration. Die EUDR führt eine Beweislastumkehr ein: Nicht die Behörde muss Ihnen einen Verstoß nachweisen – Sie müssen beweisen, dass jedes Gramm Soja, Palmöl, Rind, Kaffee oder Kakao „entwaldungsfrei“ ist (Referenzdatum 31.12.2020).
Ohne digitale Sorgfaltserklärung (Due Diligence Statement) gilt ein Vermarktungsverbot.
Logistiker – das bedeutet: Sie werden zum Hüter der Datenkette. Geht die Zuordnung der Geodaten während des Umschlags verloren, ist die Ware wertlos.
Lebensmittel-/Futtermittelhersteller – das bedeutet: Jede Zutat, und sei sie noch so klein, muss konform sein, sonst ist das Endprodukt nicht verkehrsfähig.
Das gefährliche „Abwarten-und-Sehen“-Spiel
„Die Verschiebung hat uns doch Luft verschafft“, hört man oft in den Management-Etagen. Ein strategischer Fehler. Die Fristverlängerung auf Ende 2026 war keine Entspannung, sondern eine Gnadenfrist, um IT-Schnittstellen und Lieferantenverträge rechtssicher aufzubauen.
Wer erst im Sommer 2026 beginnt, seine Lieferketten zu prüfen, läuft ins offene Messer:
- Daten-Vakuum: Vorlieferanten in Drittländern sind oft nicht vorbereitet.
- Sanktionen: Bußgelder von bis zu 4 % Ihres gesamten EU-Jahresumsatzes.
- Reputation: Ein öffentliches Listing als Unternehmen mit EUDR-Verstoß bedeutet das Aus bei Großkunden und im Einzelhandel.
Wir sind Ihr Brandschutz im EUDR-Dschungel
Als spezialisierte Consultants kennen wir die harten Anforderungen der GMP+ FC Scheme 2020, QS, IFS, FSSC 22000 und anderen Zertifizierungen – und wir wissen genau, wo die EUDR diese Strukturen sprengt. Wir schließen die Lücke zwischen Qualitätsmanagement und gesetzlicher Sorgfaltspflicht.
Wir unterstützen Futtermittelhersteller, Lebensmittelbetriebe und Logistik-Partner dabei:
- Risiko-Audit: Wir bewerten Ihre Lieferanten sofort nach EUDR-Kriterien.
- Prozess-Integration: Wir implementieren Geodaten-Tracking in Ihr bestehendes QM-System.
- Rechtssicherheit: Wir schulen Ihr Team für die rechtssichere Erstellung der Sorgfaltserklärungen und helfen dabei, Sorgfaltserklärungen systematisch zu erstellen – damit Ihre Produktion 2027 weiterläuft.
Unser Beratungskalender für Q1 2026 ist fast ausgebucht! Sichern Sie sich jetzt Ihren individuellen EUDR-Strategie-Slot und vermeiden Sie Produktionsstopps oder Bußgelder. Wir klären Ihre Risikolage – vertraulich, praxisnah und branchenspezifisch.
Und denken Sie daran: Die EUDR gilt auch, wenn Ihre Lieferanten in Drittländern sitzen. Sie als Inverkehrbringer in der EU tragen die volle Verantwortung. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Ihre Lieferketten im Januar 2027 weiterrollen – statt stillstehen.
Der Countdown läuft. Starten Sie jetzt, bevor Ihre Lieferkette zum Stillstand kommt!